Transalpina und Transfagarasan

Ich versuche mal die letzten zwei Tage zusammen zu fassen. Vom Campingplatz weg, sind wir zuerst mal einkaufen gegangen. Unsere Tour sollte uns über die berühmte Transalpina führen. Die Strecke war mit ca. 266 Km geplant. Vorher war tanken angesagt. Horst voraus, und denke wieso fährt er an der Tanke vorbei? Na egal, ein wenig hab ich noch drin. Volker hat eine schöne Strecke zum Einstieg in die Transalpina gefunden. Also durch ein wunderschönes Tal immer dem Ziel entgegen. Und es kommt wie es kommen muss, meine Tankleuchte geht an. Ein Blick auf Navi, bald kommt eine Tanke. Wir kommen an der Tankstelle an, aber da gibt es wohl schon lange nichts mehr. Auch Volker Lampe leuchtet schon. Also weiter. Auch an der nächsten Tanke gabs niGS. So was nun. Ein netter Bewohner zeigt uns an, nur kurz über die Brücke fahren da gibt es Benzin. Oh was für ein Glück, denn sonst wäre es eng geworden. Wir also alle Moppeds vollgetankt. Aber hier ist leider nur Barzahlung möglich. Horst geht erst mal zum Bankautomat und holt Geld. Rechnung bezahlen und los. Die Fahrt war sensationell. Landschaftlich wunderschön schraubt sich die Strasse auf über 2000m hinauf. Viele Kurven und Kehren machen total Spass. Fast am Gipfel, abseits der Touristen machen Rast. Geniessen die Aussicht und ruhen uns aus. Leider ist überall Müll. Das fällt besonders auf, Müll wohin man schaut. Auf dem Weg zum Campingplatz sind wir an einem riesigem Kohlekraftwerk vorbeigefahren. Drei große Schornsteine, wovon einer übelst gequalmt hat und zehn große Kühltürme ragen in den Himmel.

Am heutigen Tag warten wir zuerst tanken dann einkaufen:-). Unsere nächste Herausforderung: die Transfagarasan. Los ging es morgens um ca. 9h. Die Strassen waren noch recht frei und so erreichen wir zügig die geplante Route. Am Stausee „Osa Mica“ entscheiden wir uns für die wenig befahren Weststrasse. Durch einen kurzen Tunnel geht es ab in den Wald. Ungefähr 20 Km Offroad. Ich habe das Gefühl, mit den neuen Koffern fährt sich mein Motorrad wesentlich stabiler und einfacher. Der Belag wechselt von Schotter zu Waldboden mit gelegentlichen Wasserlöchern. Aber es macht richtig Spass. Eine kleine Kaffeepause im Wald auf etwa halber Strecke lässt uns neue Kraft tanken.

Zuück auf der Teerstrasse geben Volker und Horst gas. Aber heute ist doch mehr Betrieb. Am Gipfel stehen Souvenierläden, Verkaufstände und links und rechts der engen Strasse parkende Autos. Mächtig was los – viele Touristen. Bergab geht es wieder flott voran. Das Tal sieht diesig und heiß aus. Die Strasse wird schlechter. Kilometerlang ist der Teer für Ausbesserungsarbeiten ausgefräst. Ohne jegliche Kennzeichnung müssen wir höllisch aufpassen. Gleich daran anschließend wieder Schlaglöcher ohne Ende. Ich kann kaum den Blick von der Strasse lassen. Einmal kurz in die Landschaft geschaut – uns Zack durchs Schlagloch gebügelt. Genauso verhält es sich mit den Pferdeäpfel auf der Strasse. Da muss man aufpassen das man nicht in einer Kurve plötzlich ausrutscht. Wir habe uns aus der Ferne noch das „Castell BASNOV“ und das „Draculaschloss“ in BRAN angesehen. Aber um abzusteigen und hinzugehen, ist es einerseits zu heiß, und andererseits zu viele Menschenmassen.

Angepeilt war der „Panorama-Campingplatz“. Einmal falsch abgebogen und eine kurze Strecke über Schotter gefahren. Horst hält an und meint: Dieser Weg führt nirgendwo hin. Also umdrehen. Volker hat die Strecke auf seinem Smartphone und lotst uns zu besagtem Campingplatz. Es ist heiß. Zelte aufbauen und Abend essen – fertig. Horst ist hundemüde. Er hat die letzte Nacht nicht gut und sehr wenig geschlafen. Tausende von streunenden Hunden bellen die ganze Nacht fürchterlich. Ausserdem lag der letzte Campingplatz direkt an einer Strasse. Da fahren die Autos quasi durchs Zelt. Und so ist es nun gekommen dass Horst schon um 9h schlafen gegangen ist. Ich sitze hier an der Rezeption und schreibe, denn nur hier gibt eine brauchbare Internetverbindung. Ich denke, wenn ich jetzt zum Zelt zurück gehe ist Volker auch schon im Bett.

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Rumänien

Gestern hatte ich ja nichts geschrieben, da das Internet sehr schlecht war. Der Tag fing gut an. Vom Campingplatz weg haben wir uns eine schön verzierte Kirche angesehen.

Schöne Streckenführung bis zum Mittag. Dann folgte eine elendig lange Fahrt durch einen Stadtdschungel bei Hitze. Unser Ziel war der Hersteller von Motorradzubehör, wie z. B. Koffer. Die Firma „Heavy Duties“ lag fast auf unserer Strecke. Und da meine Koffer und das ganze System etwas lädiert war, dachte ich wir schauen uns das an. Falls die Qualität stimmt und der Preis passt, würde ich mir neue Koffer kaufen. Es war etwas schwierig zu finden. Aber letzten Endes hat es doch geklappt. Die Jungs dort haben uns echt weitergeholfen. Ich habe neue Koffer gekauft und samt Halter gleich dort angebaut. Mit tatkräftiger Unterstützung der Angestellten. Die haben mir sogar die alten Flaschenhalter etc. an die neuen Koffer geschraubt. Der Preis war auf jeden Fall in Ordnung.

Nebenbei wurde der verbeulte Koffer von Volker gerichtet und neu abgedichtet. Mit einer geliehenen Flex hat Horst dann noch den Schnabel von Volkers Motorrad kunstvoll in Form gebracht. Die ganze Aktion hat ca. 3 Stunden gedauert. Mit neuen Koffern und einem neuen Fahrgefühl ging es dann darum einen Campingplatz zu finden. Alles gar nicht so einfach. Bei Zweien sind wir gleich wieder gefahren. Das war nix. Der Dritte bestand eigentlich nur aus einer Wiese auf der man Zelten darf.

Heute morgen früh aufgestanden und los gefahren. Die angekündigten Temperaturen versprachen einen heissen Tag. Mein Thermometer kletterte auf 36,8 Grad. Wir haben beschlossen heute nicht so weit zu fahren. Gegen Mittag haben wir wieder begonnen, Campingplätze entlang unserer Route anzufahren. Wieder mussten wir zwei Plätze ablehnen. Der dritte Platz schien uns in Ordnung zu sein und wir blieben. Also nix wie in den Schatten und kurz verschnaufen. Dann Wäsche waschen, Zelt aufbauen und kalt duschen. Jetzt geht es an die weiter Planung der nächsten Tage.

Wenn ich mir so das Land und die Leute ansehe, fühle ich mich um Jahrzehnte zurück versetzt. Auf dem Feld wird alles noch per Hand mit Sense und Rechen bearbeitet. Viele Leute sitzen einfach nur vor ihrem Haus im Schatten, die Menschen müssen das meiste zu Fuß erledigen. Die Pferdefuhrwerke kann man gar nicht mehr zählen. Kleine Kuhherden oder ein paar Ziegen werden von alten Bauern die Strasse entlang getrieben. Oberirdische Hausverkabelung ist abenteuerlich – aber mit Energiesparlampe.

Ich befürchte für mich, das es noch schlimmer wird. Z.B. Bulgarien oder auch Albanien.

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Die Zahl des Tages….

….lautet 11. Heute haben wir die Grenze zu Rumänien überfahren. Für mich ist das das 11. Land das ich auf der Tour bereist habe. Ich bin mit der Kamera am Motorrad immer noch nicht so recht zufrieden. Deshalb gibt es heute keine Bilder. Schon morgens um 9h waren wir auf der Strasse. Insgesamt sind wir heute ca 430 Km gefahren. Teilabschnitte waren echt nervig. Lange Dörfer bei rund 30 Grad sind nicht so toll. Die Landschaft hat sich wieder ein wenig geändert. Immer noch sehr landwirtschaftlich geprägt aber sehr viele Sonnenblumenfelder. Auch der Baustil der Häuser ist mir aufgefallen. Vor allem hat sich die Dachform geändert.
Eine Seite des Firstes steht ein wenig über dem Anderen.

Auch sind wieder alle Arten von Fortbewegungsmittel auf den Strassen unterwegs. Fussgänger, Radfahrer und Pferdefuhrwerke. Die Häufigkeit von verlassenen oder baufälligen Häusern hat meiner Wahrnehmung nach zu genommen. Um meine letzten Forint in Ungern los zu bekommen haben wir in einem kleinem Dorf eine Kaffeepause eingelegt. Ich glaube wir waren da das Highlight des Tages. Staunend und raunend sind unser Motorräder begutachtet worden. Horst hat das grosszügige Angebot seine GS gegen einen Roller zu tauschen dankend abgelehnt. Nebenbei konnten Volker ind ich den Start des Formel 1 Rennen in Ungarn ansehen. Nun auf dem Campingplatz angekommen erst mal etwas essen und die nächsten Tage besprechen. Morgen werden wir bei „Heavy Duties“ vorbeifahren. Sollte ich denen ein günstiges paar Koffer aus den Rippen leiern können, werde ich mir das wohl gönnen. Dann ist wieder basteln angesagt. Ansonsten müssen meine lädierten Koffer weiter durchhalten.

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Beauty-Day

Mein Persönliches Highlight des Tages:
Morgens kurz nach 6h wache ich auf und höre Gelächter aus Volkers und Horsts Richtung. Ich denke, komm ein paar Minuten noch kuscheln. Dann bin ich aufgestanden und zum Waschhaus gelaufen. Wen treffe ich dort – Horst. Der verzweifelt versucht seinen Haarschneider wieder zum Laufen zu bekommen. Die Hälfte der Haare war schon weg:-) Das sah zum schießen aus. Fast hätte ich vergessen, weshalb ich zum Waschhaus gelaufen bin. Ich könnte mich wegschmeißen. Nun den Haarschneider habe wir wieder hingekriegt. Der Entschluß steht fest. Heute sind wir alle dran. Ich habe Volker und Horst den letzten Schliff verpasst. Dann hat Horst mich tatkräftig unterstützt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:-)

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Daneben gab´s schöne Strecken, viele Kurven und ne Kaffeepause:

Teile der heutigen Strecke habe ich im Beitrag „Tatra“ schon beschrieben. Wir sind fast die gleiche Strecke nur in entgegengesetzter Richtung gefahren. Deshalb habe ich auch kaum Bilder gemacht. Mit meiner Action Cam bin ich noch nicht so ganz zufrieden. Die Bedienung ist etwa anders als bei meiner alten Kamera. Aus den Fundus der Befestigungsmöglichkeiten muss ich mir etwas basteln, um die Kamera auch währen der Fahrt zu bedienen. Aber das tut dem heutigen Tag keinen Abbruch.

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TATRA die 2.

Der Blick heute morgen aus dem Zelt versprach einen schönen Tag.

Doch kurze Zeit später kam wieder der obligatorische Regen. Also schon wieder das nasse Zelt abbauen und verpacken. Wie ich es hasse. Wir sind dann vom Campingplatz los unsere geplante Route gefahren. Über kleine Straßen durch Bergdörfer, oder auch etwas Größere mit viel Verkehr. Leider lässt sich das nicht immer vermeiden. Aber sonst ist heute zum Glück nichts aufregenderes passiert, als einfach nur fahren. Alle sind heute wieder auf eigener Achse unterweGS:

Und wir lächeln wieder:-)

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Auch wenn die Beschallung mit Musik in einigen Dörfern etwas aus sozialistischer Zeit zu stammen scheint. Ich möchte nicht in der Nähe eines dieser Lautsprecher wohnen. Am späten Nachmittag haben wir einen kleinen aber feinen Campingplatz gefunden. Der offensichtlich in niederländischer Hand ist. Aber toll gestaltet. Naturschwimmteich, Feuerstellen und mit Handschlag vom Besitzer begrüßt. Nach einigen Arbeiten, z. B. Löten, Schrauben und Koffer mit Silikon abdichten, war für Horst und mich ein kleiner Spaziergang zum Dorfrestaurant eine Wohltat.

Volker bei seinen Restarbeiten:

Gut gesättigt wieder bei Dunkelheit mit der Beleuchtung des Mobiltelefons sind wir wieder nach „Hause“. Volker ist aufgrund seiner Knieprobleme lieber mit dem Moped gefahren. Die weiteren Aussichten sind vielversprechend. So macht das richtig Spass.

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Wieder so ein Tag

Um 7:30h bin ich heute morgen aufgewacht. Volker und Horst waren das schon auf. Wir haben zusammen gefrühstückt und, nachdem es Volker wieder gut geht, uns entschlossen weiter zu fahren. Es fing natürlich wieder an zu regnen. Also musste ich das Zelt wiedermal nass einpacken. Nach dem Tankstopp gleich am Campingplatz ging es auf nasser Straße weiter. Wir waren gerade über die Grenze Tschechien/Slowakei gefahren, als Volker in einer Linkskurve, vor mir fahrend, ins Schlingern geriet. Er konnte das Motorrad nicht mehr fangen und ist im Straßengraben gelandet. Zum Glück ist ihm nichts passiert!!! Horst hatte das gar nicht mitgekriegt und fuhr weiter. Als er dann zurückkam stand eine freundlicher Mopedfahrer bei Volker und mir um uns zu helfen die GS wieder aufzurichten und aus dem Graben zu bekommen. Da waren wir gerademal 40 Km weit gekommen. Wir haben die Schäden begutachtet. Volkers Moped war in diesem Zustand nicht mehr fahrbar. Also den Abschlepper angerufen. Nach vier Stunden die wir im Wald verbrachten kam der Abschlepper und brachte Volker und seine GS zum BMW Händler. Dort haben die es geschafft die Gabel zu reparieren und den Koffer etwas auszubeulen. Frohen Mutes haben wir uns einen Campingplatz gesucht und das war es dann für heute. Alles im Kopf muss jetzt resettet werden und ab morgen wird alles besser. Die Wettervohersage verspricht Besserung und keinen Regen. Also weiter……………..

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Schon wieder Pech gehabt

Der Tag hat schon gar nicht gut angefangen. Es hat gestern Abend nur geregnet. Dann hat das schlechte Wetter kurz Luft geholt und gegen Mitternacht fing es wieder an. Wir hatte beschlossen auf diesem Campingplatz zu bleiben ist keine Option. Also bei Regen das Zelt abgebaut und los Richtung Südwesten gefahren. In Regenklamotten sind wir bis ca. 14:30h gefahren. Die Fahrt zum Campingplatz war für mich ein Desaster. Auf regennasser Straße war ich kurz unaufmerksam und habe die Straßenverwerfung in Längsrichtung nicht gesehen. Und Zack lag ich bei ca. 30-40Km/h auf der Straße. Ich bin vor dem Motorrad dahin geschlittert. Nach dem Aufstehen hab ich kurz meine Knochen gecheckt – alles in Ordnung. Volker und Horst haben mir geholfen die Maschine wieder aufzurichten. Wir haben den Koffer wieder zurecht gerückt und ein paar Sachen eingesammelt. Kurz darauf haben den CP erreicht. Nach dem Zeltaufbau habe ich mich um die Schäden gekümmert:

Beim rechten Blinker die Birne und das Glas erneuert
Den Kofferdeckel ausgebeult und erst mal mit Klebeband abgedichtet.
Den rechten Packsack mit dem Matratzenreparaturset wieder wasserdicht gemacht
Die Regenhose am rechten Schienbein geklebt.

Ein Bild und weitere Einzelheiten hat Horst hier veröffentlicht.

So nun sitzen wir hier ohne Regen und lassen den Tag ausklingen.

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FlipFlop Woche ist zu Ende

Jetzt geht es wieder in die Motorradstiefel. Mit Heike zusammen habe ich mir Budapest angesehen.
Eine Woche im 4 Sternehotel mitten in der Stadt war schon schön. So konnten wir alles zu Fuß erlaufen und besichtigen. Budapest ist eine schöne, saubere und lebendige Stadt. Ein Besuch hier lohnt auf jeden Fall. Zu unserem Zeitpunkt, war die israelische Regierung zu Besuch und gleichzeitig die SchwimmWM. Einmal haben wir hautnah miterlebt, welche Maßnahmen ergriffen werden wenn die Delegation von A nach B fährt. Alle Straßen wurden gesperrt, Helikopter kreisten , ein Kamerawagen fuhr die Strecke ab (ähnlich des Googleautos) und wir durften auf dem Gehweg nicht mehr am Straßenrand stehen. Das hat uns zum Glück nur einmal getroffen.
In der Stadt gibt es unzählige Kneipen und Restaurants. Auch abseits der Touristenpfade fanden wir tolle Lokalitäten. Hier ein paar Bilder der Stadt:

Am Samstag morgen bin ich dann erst mal zum MediaMarkt gefahren und habe mir eine neue ActionCam geleistet. Ohne Bilder vom Motorrad aus – das geht gar nicht. Ich habe mir dann bei OBI noch einen 7er Inbuss gekauft um das Problem mit meinem Kugelgelenk zu lösen. Jetzt fehlt nur noch die Reparatur meines Koffers.

Weiter geht es Richtung Bratislava, Horst und Volker entgegen. Bei 35° ist das aber kein so richtiges Vergnügen. In der Donauniederung ist es heiß, trocken und kein Lüftchen weht. Ca. eine halbe Stunde vor Bratislava sehe ich eine dunkle Wolkenfront am Himmel. Als die ersten Tropfen fallen, halte ich an einer Tankstelle an und warte bis das Gewitter und der Regen aufhört. Dort stehe ich gut eine Stunde. Das schlechte Wetter ist weitergezogen und ich tue es auch. Mein Ziel ist ein Campingplatz an einem See in der Nähe der Stadt. Ich muss bei den nassen Straßen fürchterlich aufpassen. Es ist glatt wie Schmierseife. Durch die Spurrillen steht das Wasser auf der Straße. Und es schäumt seltsam, als ob wirklich Waschmittel oder Seife auf der Straße lag. Ich musste dreimal einen Umweg fahren, weil die Straßen überflutet waren. Überall Feuerwehr und Absperrungen. Na jedenfalls hab ich es bis zum Campingplatz geschafft. Aber der hat mir gar nicht gefallen. Nach einem kurzen Blick in Google habe ich einen kleinen Campingplatz ca. 40 Km nördlich von Bratislava gefunden. Und ein schöne Strecke war es außerdem. Wahrscheinlich die Hausstrecke der örtlichen Knieschleifer, so viele Motorräder die da unterwegs waren. Der Abend verlief dann ruhig, Zelt, Essen und Schlafen gehen.

Eigentlich wollte ich heute morgen los und die Stadt anschauen. Aber nun sitze ich hier am Campingplatz unter einem Zeltdach, bewaffnet mit Regenschirm und harre aus. Es donnert, blitzt und regnet. Eigentlich sitzen alle hier. Mal sehen wie das hier nun weitergeht……..

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Servicetag

Mittlerweile bin ich in Ungarn angekommen.

Gestern habe ich nur ca. 180 km geschafft. In Dömos an der Donau habe ich einen schönen Campingplatz gefunden und mich niedergelassen. Weiter ist nichts geschehen. Ein kleine Wanderung an der Donau entlang und den Tag genossen.

Heute ist Servicetag. Das heisst ich habe Zeit und kann einfach mal nichts tun. Ausser:

Wäsche waschen
Moped etwas auf Vordermann bringen
Maniküre 🙂

Leider gibt es schon wieder Schäden zu beklagen. So ist der Micro USB Anschluss in meiner ActionCam abgebrochen. Das heisst bis auf weiteres keine Bilder oder Filme vom fahrenden Motorrad aus. Dann ist auch noch der Halter des Kameragehäuses abgebrochen. Also alles in den Müll 🙁
Am Abend wollte ich meine Campinglampe ins Zelt hängen, geht das Ding nicht. Ich hab gedacht vielleicht war die Lampe während der Fahrt an. Leider blieb, trotz Batteriewechsel, das Licht aus. Ich denke die LED haben das ganze Geschüttele nicht vertragen. Ab in den Müll:-(

Wenn es so weitergeht, dann komme ich mit leeren Koffern zurück nach Hause.

Mein vorderer rechter Blinker hat sich gelöst und blinkt nur nach unten, So ist das niGS. Weiter habe ich festgestellt, das sich die Mutter des Kugelgelenkes an der unteren Gabelbrücke gelöst hat.
Beides konnte ich heute in Ruhe beheben. Reifendruck ist auch geprüft und der Ölstand passt. Nach nun 10.000km habe ich nur etwa ¼ ltr Öl nachgefüllt. Das ist doch erfreulich wenig.

Wenn Heike mir nun noch die neue Matratze mitbringt ist alles wieder in Ordnung. Ich freue mich natürlich riesig, am Montag meine Liebste in Budapest wiederzusehen. Eine ganze Woche Citytrip.

Volker und Horst: Ihr habt Zeit aufzuholen:-)

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Thementag

Heute wollte ich eigentlich die Eishöhle besuchen. Ich bin am Morgen losgefahren und schon begann ein wunderbarer Tag. Mir ist noch ganz schwindelig. Über kleine Strassen ging es schon früh los in die Hohe Tatra. Eine wirklich schöne Landschaft. Geprägt von Landwirtschaft, kleinen Dörfern und vielen alten verfallenen Industrieanlagen.

An der Eishöhle angekommen war ich doch erstaunt, 6€ sollte ich für einen Parkplatz bezahlen. Also hab ich mir ein anderes Plätzchen gesucht. Am Eingang zu Höhle habe ich entziffert, das die Führung ca 40min dauert. Ich habe jemanden der vorhergehenden Gruppe gefragt, ob es lohnend ist die Höhle zu besuchen. Die Antwort war ernüchternd – Es ist kaum Eis in der Höhle, alle weg geschmolzen und nur einige Haufen Eis lagen herum. Also nix mit Eishöhle. Dann bin ich zur Höhle der Freiheit gefahren. die lag nicht sehr weit weg. Hier das gleiche Parkplatzspiel. Auch hier hab ich letztendlich auf einen Besuch verzichtet. Führung erst in zwei Stunden und nur auf Slowakisch.

Na macht niGS. Ich bin dann weiter durch die Lande gefahren und habe eben eine Burgentour draus gemacht. Die Tour war echt toll. Den ganzen Tag nur Kurven. Kaum Verkehr und überwiegen gute Strassen.

Doch Obacht, immer auf die kleinen Schlaglöcher achten -:)

So gings den ganzen Tag:

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Die Tatra

Heute morgen hat es wiedermal geregnet. So bin ich in den Regenanzug gestiegen und los in Richtung Berge. Es war ein feiner beständiger Nieselregen. Dazu kam, je höher ich fuhr, dichter Nebel hinzu. Eigentlich war es eine schöne Strecke. So eine richtige MickeyMaus -Strecke. Und das gleich am Morgen. Kurvenreich durch Wälder und Berge und guter Strassenbelag. Ich hasse Regenfahrten!
Gegen Mittag hörte der Regen auf. Die Kaffeepause habe ich genutzt um die Regenklamotten los zu werden. Die Strecke wurde immer schöner. Ich war fast alleine auf der Bahn. Und wieder Kurven, Berge, Wälder und schöne Täler.

Mein Ziel war heute Roznava. Gegen Ende wurde die Strecke eigentlich immer besser. Doch leider die Strasse zeitgleich immer schlechter – richtig schlecht. Und damit meine ich richtig schlecht. Ich glaube irgendwann hatte einer die Idee mit einem Teerlaster in die Berge zu fahren. Auf diesem Wege hat er dann ein paar Teerbrocken verloren. So ist diese Strasse entstanden. Damit nicht genug, hinterher ist ein Splitlaster gefahren. Der hat die Teerbrocken platt gedrückt und seinen Split ungleichmäßig in den Kurven verteilt. Ich musste so aufpassen. Leider ist der Split nicht in die Schlaglöcher gefallen.

Das ist noch die bessere Strasse!

Meinem Navi hat die ganze Geschichte auch nicht gefallen. So hat sich irgendwann auch der + zoom Knopf verabschiedet. Das wars dann mit den Hardwareknöpfen.

Roznava

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Ein Tag nach meinem Geschmack

Heute morgen als ich aufgewacht bin ging es mir wieder besser. Hatte sich doch gestern ein Engländer mit seiner WEISS-BLAUEN 1150er GS neben meine gestellt. Wir kamen ins Gespräch und haben den Abend etwas geplaudert. Er war mit seiner 16jährigen Tochter unterwegs. Er erzählte, seine Tochter sagte: „Hey Daddy lass uns dich nach Deutschland fahren.“ Er sagt: „OK, wo würdest du denn gerne hin?“ Sie sagt: „Ich würde gerne nach Auschwitz.“ Hä denke ich!! Er sagt zu seiner Tochter: „Du weisst schon, das das in Polen ist.“ Sie antwortet: „Oh, dann fahren wir eben nach Polen.“ Und so kam es das wir uns trafen. Er sagte ich solle nach ZAKOPANE fahren. Ein schöner Ort. Im Winter DAS Skizentrum Polens. Also schau ich mir das an, denn es liegt sowieso in meiner Richtung.
Aber gut, nach dem Frühstück bin ich bei Sonnenschein und schon 22° losgefahren. Erstes Ziel war Biekitz-Biala. Dort habe ich Halt gemacht:

Die Jungs haben mir eine Seitenständererhöhung gebastelt.

Das erleichtert mein Leben ungemein. Aber meine norwegisch Hilfe behalte ich erstmal. Seit dieser Zeit habe ich einen neuen Mitfahrer. Sein Name ist MITAS:

Auf dem Weg durch das weite Land, hab ich mich auf kleinen und kleinsten Strassen durch die Bergdörfer gekämpft:

Zweimal bin ich auf diesen kleinen Strassen falsch abgebogen. Beim ersten Mal stand ich plötzlich in einem Bauernhof einem recht aufmerksamen Schäferhund gegenüber. Er bellt, ich überlege. Aber dann sehe ich dass er angekettet ist. Weit und breit niemand zu sehen. Also im Hof schnell die Fuhre umgedreht und weg.
Beim zweiten Mal stand ich plötzlich vor einem total durchfurchten und matschigen Feldweg. Nein, Rainer da fährst du nicht durch sagt meine innere Stimme. Ich hab ja keinen der meine Mühle aufhebt. Also mühevoll auf engstem Raum kehrt gemacht. In Ruhe das Navi studiert und den richtigen Weg gefunden.

Endlich gab es wieder Kurven und Berge. Und allerlei Überraschungen:

Ein wenig Grünzeug verbrennen am Strassenrand.

Ich habe mich also durch die Berge des Polnisch-Slowakischen Grenzgebietes bewegt. Zwischendurch noch schnell an der Residenz des polnischen Präsidenten vorbei geschaut. Auf eine Besichtigung und Führung habe ich Mangels Sprachkenntnis verzichtet:-)

Weiter geht in die Slowakei.

und zurück nach Polen:

In Zakopane angekommen war ich doch ziemlich überrascht. Der Ort war voller Touristen. Sicher, die Holzhäuser sind schon wieder eine andere und eigene Bebauung, aber sooo voll. Im Winter Skiressort, und im Sommer eine beliebte Gegend um zu Wandern oder Mountainbiken. Ich bin dann noch durch die Füssgängerzone gelaufen. Viele Kneipen, Lokale und Restaurants. Aus einigen dröhnt Livemusik bis auf die Strasse. Ich glaube das will ich nicht, und so ziehe ich weiter. In einem ruhigen und abgelegenem Lokal esse ich zu Abend und lasse den Tag ausklingen.

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Auschwitz

Gestern Abend gab es Gewitter, Sturm und Regen der die halbe Nacht anhielt. Heute habe ich den Vormittag im Hotel verbracht. Ein wenig an den Routen für die nächsten Tage gefeilt. Gegen 11h hörte der Regen langsam auf und ich bin zu Fuß zur Gedenkstätte Ausschwitz gegangen. Die Gedenkstätte ist ab 16h kostenfrei und individuell zu besichtigen. Ich habe mir für 45zl ein Ticket für ein Führung gekauft. Es war, zum Glück für mich, noch der letzte verfügbare Platz frei. Die Führung begann um 12h. Somit war meine Wartezeit sehr kurz. Die Gruppe bestand aus 30 Personen gemischten Alters. Der Guide, ein polnischer Herr meines Alter, hat uns in den kommenden fast 4 Stunden durch das Hauptlager Ausschwitz und das Aussenlager Birkenau geführt.
Den heuten Tag, kann ich kaum in Worte fassen. Der Besuch, die Konfrontation mit den Geschehnissen haben mich doch sehr mitgenommen. Vor Allem, weil niemand da war mir dem ich reden konnte. Die Ausführungen des Guides waren so angemessen und intensiv, das den Besuchern Tränen in den Augen standen. Die Vorstellung wie es den Gefangenen hier ergangen sein muss hat mich innerlich sehr aufgewühlt. Als ich an Bergen von Brillen, Schuhen, persönlichen Dingen und, besonders grausam, Haaren vorbei ging, wurde das Ausmaß der Greueltaten bewusst. Es ist kein Vergleich dazu, in Büchern zu lesen oder Bericht im Fernsehen zu sehen. Ich muss jetzt Schluss machen.

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Auch ein Fahrtag

Gestern bin ich über kleine Strassen bis Lublin gefahren. Das war eine gute Gelegentheit, ein wenig „Schlagloch – ausweichen“ zu spielen. Gerade an den Stellen an denen sich Sonne und Schatten abwechseln, sehr anspruchsvoll. Leider hat sich wieder ein Vieh genau an der Linse der Kamera platziert. aber egal ich zeig es trotzdem.

Dort auf dem Campingplatz in der Nähe des Sees das Zelt aufgebaut, und erstmal etwas zu Abendessen gekocht:-)

Es gab Cevapcici aus dem Alupack. Sehr lecker :-)) Dane liebe Nachbarn:-)).

Der Fun & Sport Club des Campingplatzes hat gegen 20h so langsam Schluss gemacht und der Platz hat sich geleert. Plötzlich standen nur noch drei Zelte. Nach dem Telefonat mit meine Liebsten, die mich moralisch wieder etwas aufgebaut hat, wollte ich eigentlich ein Buch lesen. Doch es kam anders. In der „Box“ neben mir war ein Schweizer mit ner XMoto und Minimalausstattung. Wir habe ein wenig geplaudert und sind dann auf die Idee gekommen uns Lublin anzusehen. Also los in die Stadt marschiert. So allerlei Themen waren am Abend aktuell. Gemeinsamkeit war z. B.: Er war im einem Freund losgefahren, nach Norwegen. Von KIRKENES ging es dann nach MURMANSK in Russland. Von da aus nach St. PETERBURG. Ich bin ja auch zusammen mit Holger losgefahren. Anscheinend hat´s dann etwas gekracht und die Beiden haben sich getrennt. Und hier enden die Gemeinsamkeiten. Aber es war ein netter Abend.

Nach dem gemeinsamen Frühstück, ist er losgefahren. Ich hatte noch etwas zu tun, bis meine Villa abgebaut ist. Meine Matratze ist echt hin. Pascal hat mir einen guten Tipp gegeben und ich habe eine neue bestellt. Heike bringt sie mir neben der Fussrastenplatte auch noch mit. Bis dahin, naja. Als alle meine Klamotten zusammen gepackt waren, bin ich los. Der Plan war ca 400km bis nach Auschwitz zu fahren. Schon mal vorweg: Die Fahrt war echt anstrengend. Da braucht es einen Moment der Ruhe

Das macht irgendwie keinen Spass. All der Verkehr… 40to will mich innerorts mit 70 km/h überholen. Ein LKW kommt mir trotz Überholverbot in einer Kurve auf meiner Spur entgegen. Ich war zur Vollbremsung gezwungen. Ein kleiner Ort reiht sich an den Anderen. Tempolimits überall. die Strassen sin übervoll Eigentlich kann einem die dort lebende Bevölkerung leid tun. Ich würde wahnsinnig werden. Der Lärm, der Gestank und tausende von Autos. Und ich denke, Geduld ist nicht die Stärke der polnischen Autofahrer. An einer Baustellenampel wird bei ROT gehupt, weil vermeintlich keiner mehr entgegenkommt. Irre. Man beachte die Spurrillen. Und am Ende des Clip kommt wieder einer im Überholverbot

Nun gut ich bin heil in Auschwitz angekommen. Morgen nehme ich mir einen Tag Zeit um mir die Gedenkstätte anzusehen.

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Alleine weiter nach Polen

Gestern war ich nicht in der Lage einen Beitrag zu schreiben, aber dazu später.

Nachdem Holger und ich uns morgens in Klaipeda tränenreich verabschiedet haben hab ich mir kurz überlegt wie ich nun weiter fahre. Ich habe beschlossen, Litauen zu verlassen und nach Polen zu fahren. Also den Routenplaner gestartet und auf kleinen Strassen durch Litauen.
Ab und an schaue ich in den Rückspiegel, kein Licht von Holger zu sehen. Ach ja, der ist ja nach Hause. Dann nach relativ kurzer Zeit war es wieder soweit – Schotterstrasse. Ist auch erstmal kein Problem, aber diesmal war es eine „Waschbrettstrasse“. Total unangenehm zu fahren. Ich dachte jetzt fliegt dir gleich alles auseinander. Ich habe ja eh schon ein labiles Koffersystem.

Also ging es langsam ca 25km so weiter bis der Teer wieder angefangen hat. Naja, kurz vor der Grenze nochmal getankt, und mir die Stadt Suwalki ausgesucht. Campingplatz gecheckt und los. Der Campingplatz hatte schon das Wort „private“ im Namen. Er liegt unweit des Zentrums. Ein lauschiges Plätzchen. Nicht sehr groß, top Lage. Die nette ältere Besitzerin hat gleich gefragt: Zelt? Ich: Ja. Der Platz hatte auch 5 oder 6 kleine Hütten die alle ausgebucht waren. Gut ich habe mein Zelt aufgebaut und mir einen Kaffee gekocht. Dabei gleich Hausarbeit erledigt, denn meine Hosentasche hatte ein Loch und ich musste mein geliebtes Nähzeug wieder zum Einsatz bringen.

Dann kam die alte Dame wieder und sagte „Listen to the music, it is Festival, Blues Festival – not sit here go to city“ Echt witzig. Ich hab gesagt ja das mach ich. Nach kurzer Zeit kamen vier polnische 12er GS Fahrer. Wir haben uns dann auf „Polenglish“ unterhalten. Mit den Jungs bin ich dann auf das Festival gegangen. Es war echt toll, aber die Buben drücken was weg….. Spät in der Nacht sind wir dann zum Zelt zurück gelaufen. Ich war so müde…..

Und es kam der heutige Samstag. Ich wache auf und mir tun alle Knochen weh. Rainer du wirst alt, denke ich. Aber nein so ist das nicht. Meine Isomatte ist inkontinent. Mist ich brauch ne neue. Aber hier was finden? Morgen ist Sonntag! Na dann tut es auch noch die alte eine Weile.

Nach dem Frühstück und dem Rest der zu erledigen war, bin ich gegen 10:30h losgefahren. Bin so ca 15km nach Bakalrzewo Richtung Westen gefahren. Dort habe ich mir, wie in einer Broschüre gelesen, eine alte Befestigungsanlage der Deutschen aus 1940, angesehen. Diese Anlagen sind in der Gegend häufig zu sehen.

In Augustow, weiter südlich habe ich mir eine Kaffeepause gegönnt und im Touristenzentrum Informationen geholt. Der nächste Campingplatz der erwähnt wurde lag kurz vor Bialystock. Eine Strecke gebastelt und los. Man war das schön. Endlich wieder ein paar Kurven durch den polnischen Wald, auf neu geteerter Strasse.

Aus dem Augenwinkel heraus sehe ich noch das Schild 60km/h. Was hab ich auf der Uhr? ca 90Km/h – Na egal ich bin alleine auf der Strasse. Als der Wald zu Ende war, sehe ich in einiger Entfernung eine Warnweste über die Strasse huschen. Wieder so ein Radfahrer denke ich, die tragen alle Warnwesten. Als ich näher kam, zieht die Warnweste eine rote Winkerkelle heraus. Ich denke scheixxe jetzt haben die mich erwischt. Und gleich so viel drüber – das wird teuer. Als ich anhalte mache ich ein freundliches unschuldiges Gesicht. Was ist los? frage ich. Er: kfjglkjf fdgkmfdlkg. Ich: In english please. Er trocken: Traffic Control – Driver Licence – ID – Papers, please. Ich rolle das Mopped noch ein wenig zu Seite, hole meine norwegisch Seitenständervergößerung raus und steige ab. Nachdem er meine Papiere hatte, kontrollierte er die Fahrgestellnummer und ging auf die andere Strassenseite zu seinem Kollegen im Auto. Natürlich nicht ohne mich anzuweisen: Stay here!

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Der Kollege checkt alles durch. Ich darf weiter fahren, Puuh Glück gehabt. Ich habe den Campingplatz angefahren – angesehen – weggefahren. Nicht mal die 5€ die er kosten sollte war der wert. So etwas hab ich noch nicht gesehen. So grottig, nee nee nee. Und sowas steht in der Touristenbroschüre. Da nehme ich mir lieber ein Zimmer in der Stadt. Und diese Entscheidung war richtig. Denn es hat am Abend geschüttet wie aus Eimern.

Ein Spaziergang durch die Stadt:

Etwas zu Abend gegessen und zurück zum Hotel, das WLAN ausnutzen. So sitze ich nun in der Bar und tippe:

Mal sehen was er neue Tag so bringt. Hoffentlich auf jeden Fall besseres Wetter.

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Tag der Staatsgründung in Litauen

Von unseren schönen Campingplatz an der Ostsee sind wir heute über Lipaja nach Klaipeda gefahren. Zu unserer Überraschung war in dieser Stadt mächtig was los. Die Litauer feiern heute den Tag der Staatsgründung. Ich habe auf dem Festivalplatz einen Mann gefragt was für ein besonders Fest heute wäre. Und Dieser erklärte mir, das alle Litauer weltweit ab 21h dieses Tag feiern. Zuvor war ein großer Umzug mit Trachten etc. durch die Stadt. Auf dem Fest sind wir dann noch eine Weile verblieben um der Musik zu lauschen und die Leute beim Feiern zu beobachten.

Aber heute ist auch unser letzer gemeinsamer Abend. Holger ist nun drei Wochen hinter einer tollen 11er mit einem tollem Typen her gefahren. Nun ist er mit seiner 12er so gefrustet, dass er morgen die Fähre von Klaipeda nach Kiel nimmt. Er wird dann in Eckernförde noch Freund besuchen und am Sonntag nach Hause fahren. Für mich wird es nun ernst. Ich muss mich erstmal neu sortieren. Denn ab jetzt bin ich auf mich alleine gestellt. Denn nun ist niemand da, der mir hilft mein Mopped wieder aufzustellen. So wie heute wieder geschehen. Bin im tiefen Sand, auf dem Weg zum Ostseestrand, umgekippt. Aber ich war ja nicht alleine:-). Oder auch für mich das Essen zubereitet. Unser Deal lautete: Er kocht, ich wasche ab. Nun muss ich Beides alleine machen. Und dazu noch einkaufen.
Wenn ich so drüber nachdenke, ist es schon ein komischer Moment vor dem ich Respekt habe. Ich möchte nun weiter nach Süden. Werde Lubin in Polen ansteuern und dann nach Ausschwitz. Aber nun, ich hatte es mir so vorgestellt und auch gewollt. Bis die Tage …

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So langsam löst sich alles auf

Meine Ausrüstung beginnt sich so langsam auf zu lösen. Erstmal hat sich bei den dicken Handschuhe in Norwegen eine Naht gelöst und nun habe ich ein Loch im rechten Handschuh. Jetzt sind die Sommerhandschuhe dran. Den linken Handschuh habe ich schon aufgearbeitet. Ein großes Loch ziert die Innenseite. Also wieder Nadel und Faden raus gekramt und genäht.

Schlimmer jedoch ist das Navi. Fängt das doofe Ding heute an die Karte immer rein und raus zu zoomen. Bei näherer Betrachtung habe ich festgestellt, dass dich der Gummi des „Minus“ Knopfs aufgelöst hat:

Zuerst habe ich immer den Handschuh ausgezogen und mit dem kleinen Finger in das Loch gegriffen um zu zoomen. Aber auf Dauer ist das lästig. Heute Abend dann nochmal nachgesehen. Und was stelle ich fest? Der kleine Microschalter klemmt. Also am besten nicht mehr verwenden. Muss ich mich halt umgewöhnen. Das Loch habe ich mit Klebeband soweit abgedeckt, das hoffentlich nicht zu vile Wasser eindringt.
Das Desaster mit der Fussrastenplatte ist noch nicht behoben und der Kofferhalter ist auch noch verbogen. Die Hülse des Seitenständers ist immer noch ausgeschlagen und ich hantiere weiterhin mit meiner norwegischen Seiterständervergrößerung.

Aber sonst alles Bestens 🙂

Nachdem wir uns heute die Innenstadt und den Zentralmarkt von Riga angesehen hatten, ging es weiter nach Lettland. Wir habe einen schönen Campingplatz an der Ostsee gefunden. Die Fahrt war über weite Strecken ziemlich langweilig. Kaum Kurven, nur Wald, viele Radarkontrollen und viel Polizei die kontrolliert. Zum Glück sind wir verschont geblieben. Morgen geht es weiter nach Kleipeda.

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Wir sind in Estland

Da uns die Dame beim Ticketverkauf die falsche Uhrzeit gesagt hat, waren wir rund 3Stunden zu früh am Hafen. trotz Nachfragen und unserer Zweifel blieb sie dabei, um 10h spätestens an Gate C. Gut, die Zeit haben wir für ein zweites Frühstück genutzt. Mit der Powerfähre ging es dann nach Tallin:

Wir wollten noch ca 1 Stunde fahren um dann einen Campingplatz zu erreichen. Ein wunderschönes Platzchen, direkt am Meer mit fertiger Feuerstelle.

Holger war nicht zu überreden hier zu bleiben und zusammen Tütensuppe zu essen. Also sind wir ca 70km weiter fast ausschliesslich über Schotterstrassen nach Pärnu gefahren. Dort schnell das Zelt aufgebaut und zum Essen gegangen. In der Fussgängerzone gab es jede Menge Auswahl an Lokalitäten. Nach dem leckeren und günstigen Essen noch nen Brändi gefällig?

Endlich wieder „normale“ Preise 😁

Nun liege ich gemütlich im Zelt bei angenehmen 12Grad und schreibe diesen Beitrag. Für heute genug – Gute N8

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Ein Tag in Helsinki

Heute gibt es nicht so viel zu berichten. Den Vormittag haben wir mit Wäsche waschen und trocken verbracht. Gut, dann kann ich gleich mal ein paar Kleinigkeiten am Mopped checken. Öl kontrollieren – Reifendruck prüfen. Und was ist? Vorne ind hinten nur noch 1,6 bar??? Wie kann das sein? Also den kleinen Kompressor raus geholt und alles auf Stand gebracht. Danach sind wir in die Stadt gelaufen. Zierst zu Viking Line um die Tickets für die Fähre nach Tallin zu kaufen. Ich brauche noch Nähzeug und einen Eishockeypuck für den Seitenständer. Also die Sachen besorgt und weiter Sightseeing gemacht. Nun ist es Zeit zu Abend zu essen. Ein kleines Bier im Hardrock Cafe getrunken und auf den Heimweg gemacht. An der Zitat ‚östlichsten orthodoxen Kirche Westeuropas‘ noch einen Geocache gehoben und zur Unterkunft gelaufen. Dort kam gleich das Nähzeug zum Einsatz. Ich musste die kleinen Taschen für die Magnete meines Tankrucksacks zu nähen. Der hat so gut wie gar nicht mehr auf dem Tank gehalten. Hätte ich mich mal früher drum gekümmert. Die Stadt ist immer noch so schmuddelig wie gestern. Ich muss sagen, das hatte ich wirklich nicht erwartet.
Das es heutzutage so etwas braucht ist auch noch ungewohnt:

Welches ist gleich nochmal meines?

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Visit Helsinki

Wir sind nach ca 350 km am frühen Abend in Helsinki angekommen. Um uns die Stadt anzusehen haben wir uns ein Zimmer in Zentrumsnähe gesucht. So können wir alle zu Fuss erreichen. Auf unserer Dachterrasse:

Der kurze Abendausflug, bei bestem Wetter, hat uns schon gezeigt das die Stadt Flair hat. Wir spazieren von unserer Unterkunft durch die „Helinski Marina“. Steht doch glatt ein Rolls Royce mit Nürnberger Kennzeichen direkt vor dem Eingang zu den Schiffchen:

Weiter durch den Hafen zu Flaniermeile POHJOISESPLANADI.

Jetzt langsam bekommen wir Hunger. Also rechts abbiegen und in die Fussgängerzone. Dort entdeckt Holger das DINERS. Wir gehen Burgeressen 🙂

So, gut gesättigt laufen wir Eis essend durch die Innenstadt zum DOM. Ein sehr schöner und imposanter Bau.

Oben auf der Treppe sitzend beobachten wir die Menschen und sinnieren über Gott und die Welt.

Abends in der Sonne im Hardrock Cafe noch ein mexikanische Bier genehmigt, für schlappe 8 Euro, lassen wir den Tag ausklingen. Jetzt fällt uns erst so richtig auf, wie schmuddelig eigentlich die Stadt ist. Überall liegt Müll herum und die Mülleimer sind übervoll. Vielleicht liegt es am Sonntag. Mal sehen wie es heute aussieht.

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